Das Lala fällt aus, lang lebe das Lala!

Nachdem wir im VCP Hessen das Landeslager 2020 mit schweren Herzen absagen mussten, kam schnell die Frage auf, wie es denn weitergehen soll. Ob es ein Landeslager 2021 geben soll. Oder zumindest erstmal ein Lagerleitungsteam für das Lala 2021. VCP-typisch gab es einen Findungsausschuss, aber das Team fand sich zum Glück auch so ziemlich flott zusammen. Also, wer sind die Neuen?

  • Jonas Höchst, derzeit zugehörig zu sogar zwei Stämmen aus dem idyllischen Kurhessen. Gehörte bereits zum V-Team 2020 und hätte da eigentlich Programm machen wollen. Gehörte auch schon zu diversen V-Teams davor.
  • Christiane Naber, ursprünglich aus dem Stamm, ebenfalls im idyllischen Kurhessen. Hat nach einer längeren Kinderpause beschlossen wieder was Größeres bei den Pfadis zu tun, und wäre beim LaLa 2020 in der Leitung des Familienlagers gewesen. Für 2021 denkt sie noch etwas größer und greift nach der Lagerleitung. In der sie übrigens Erfahrung hat: beim märchenhaften Lampenfieber 2008 war sie ebenfalls Lagerleitung.
  • Anna Jüttner, ursprünglich aus dem Stamm Weiße Rose Egelsbach, aus der etwas urbaneren Region Starkenburg. Gehörte nicht zum V-Team 2020, hatte aber direkt Bock. Hat ebenfalls bereits V-Team-Erfahrung, und ansonsten oft ihre Finger mit in ungewöhnlichen Projekten im VCP, wie Regionsfusionen oder dem Abschaffen einer Landesleitung. „Mir ist es vor allem wichtig auf geänderte Situationen aktiv zu reagieren und mit gebotenem Respekt neue Wege zu finden um weiterhin das zu tun, was uns am wichtigsten ist: Beisammen sein. „

Und wo soll es hingehen?

Der Lagerplatz ist noch nicht ganz genau festgelegt, wir befinden uns hier noch in der Auswahlphase. Klar ist für uns aber bereits, dass wir in Deutschland bleiben werden und vermutlich auch das hessische Land nicht allzu weit hinter uns lassen werden. Tendenzen gehen z.B. in den Pfälzer Wald. Klar ist auch, dass es kein Platz sein wird, der in direkter Nähe einer Stadt gelegen ist. Wir werden nach Möglichkeit einen Platz wählen, der schön viel Wald und Wiese drumherum hat, um auch hier zufällige Kontakte zu vermeiden.

Corona und Lala 2021? Seid ihr euch sicher?

Wir haben uns natürlich über die derzeitige Lage unterhalten und werden sie immer in unsere Planungen miteinbeziehen. Tagesaktuell quasi. Da die Situation in einem Jahr nicht vorhersehbar ist, haben wir uns für ein erstes Annähern an die Situation mögliche Szenarien erdacht. Falls ihr Fragen dazu habt, könnt ihr uns gerne kontaktieren. Zusätzlich zu den Szenarien haben wir aber bereits erste Dinge beschlossen, inwiefern sich das LaLa 21 von vorigen Landeslagern unterscheiden wird:

  1. Gastgruppen: Natürlich bringen internationale oder überbündische Gruppen immer eine wunderbare Vielfalt auf den Platz und bieten die Möglichkeit „über den Tellerrand zu schauen“, Neues zu entdecken oder auch Altes wertzuschätzen. Aber für das kommende LaLa wollen wir Risikofaktoren, die wir von vorne herein klar erkennen können, ausschließen. Daher haben wir uns darauf geeinigt, dass es keine Gastgruppen geben soll.
  2. Ausflüge: Ein Punkt der Vielen ganz ganz wichtig ist: Gemeinsam Ausflüge machen, die Region entdecken in der wir uns 10 Tage lang herumtreiben und neue Dinge lernen. Häufig bieten sie auch thematisch eine interessante Erweiterung des Programms. Für das kommende Jahr haben wir aber auch hier beschlossen, Kontakte nach außen zu minimieren. Ausflüge bedeuten nicht nur einen ausgiebigen Kontakt mit Anderen in Museen oder Städten, sondern auch einen hohen logistischen Aufwand in Bezug auf Busse, und z.B. deren Desinfektion. Daher wird es große Ausflugstage wie wir sie von vorherigen Lagern kennen, nicht in dem Sinne geben. Hier bietet sich aber noch Raum neue Möglichkeiten zu finden.

Wie sieht es aus mit dem Team, abgesehen von der Leitung?

Das V-Team für das Lala 2021 ist gerade dabei sich zusammenzufinden. Einige aus dem V-Team Lala 2020 wollen weiter machen, aber es werden auch neue Leute gesucht. Wenn ihr Interesse habt an diesem experimentellen Landeslager mitzuarbeiten meldet euch gerne bei uns!

Eine Besonderheit für das V-Team 2021 haben wir uns aber auch hier schon ausgedacht: den kritischen Hygiene-Geist. Wir suchen für die Planung des Landeslagers einen Menschen, der uns hilft, alle unsere Entscheidungen und Pläne im Hinblick auf Corona-Hygiene-Einschränkungen noch einmal kritisch zu hinterfragen. Zu fragen ob das genug ist, oder es nicht auch anders geht, oder gehen müsste. Ganz wichtig für den kritischen Hygiene-Geist: sie/er/* ist nachher in keiner Weise verantwortlich, wenn doch etwas passiert! Wir wünschen uns nur eine Stütze, um nicht auch noch hier an alles denken zu müssen. (Wenn der kritische Hygiene-Geist ein gewisses Vorwissen im Bezug auf Hygiene & Desinfektion (Sanitäter, Krankenpflege, etc.) hat, ist das natürlich ein hilfreiches Plus).

Ihr habt weniger als ein Jahr Vorbereitungszeit, meint ihr das geht?

Klar. Vielleicht werden wir gerade hier auch von Corona profitieren. Wenig wird sein wie sonst. Wir sind uns im Leitungsteam sehr einig, auch pragmatische Entscheidungen zu treffen und Dinge neu, vielleicht auch einfacher zu denken. Weniger kryptisch zeigt sich das zum Beispiel in der Entscheidung keine Gastgruppen einzuladen oder nicht sehr weit wegzufahren. Beides Punkte die sonst eine gewisse Vorlaufzeit in der Planung verlangen, können wir so verkürzen. Wir werden uns mit dem V-Team natürlich Mühe geben, das Beste aus der Situation zu holen. Aber wir werden uns auch nicht scheuen, mal fünfe grade sein zu lassen.

Das waren jetzt jede Menge kritische Fragen und konzeptuelles Denken. Zum Abschluss wollen wir betonen, dass wir das alles machen, weil wir Bock haben wieder mit euch allen zusammen zu kommen. Wir glauben daran, dass sich Mittel und Wege finden werden, um nächstes Jahr ein Landeslager zu haben, in welcher Gestalt auch immer. Bei dem ganzen Projekt vertrauen wir vor allem auf all das was uns als Pfadfinder so eng zusammenschweißt: Vertrauen untereinander und Verantwortung füreinander. Gerade nächstes Jahr werden diese zwei Punkte wichtiger sein denn je. Um eine derartige Großveranstaltung durchzuführen wird es für jeden einzelnen von uns unerlässlich sein, sich an entsprechende Regeln zu halten und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, aber auch sich nicht zu scheuen, andere anzusprechen wenn sie es nicht tun. Wir wollen alle zusammen eine fantastische Zeit haben, nächstes Jahr wird es mehr denn je dabei auf das Handeln jedes einzelnen ankommen. Bei all der Sorge und Kritik der letzten Zeit wollen wir, dass die Freude auf das nächste gemeinsame Lala überwiegt.

In diesem Sinne, gut Pfad und spätestens bis zum Lala 2021,

Jonas, Christiane und Anna